Erste Eindrücke

Hi Leute,

es tut mir leid, dass ich erst so spät wieder schreibe aber es gab technische Probleme und wirklich Zeit, in Ruhe etwas zu schreiben, hatte ich auch nicht 🙂 Ich werde einfach versuchen, das Wichtigste hier in diesem Beitrag zusammenzufassen und wenn jemand nachfrägt kann ich gerne noch genauer auf ein paar Dinge eingehen.

Softlanding in London

In meinem England Landesweit Classic Programm waren drei (naja eigentlich zwei einhalb) Tage in London mitinbegriffen, welche alle Ayusa Austauschschüler mit diesem Programm zusammen verbracht haben. 

Es war wirklich toll! Schon allein, dass man alle mal kennenlernt, erste Kontakte knüpft und sich auf die bevorstehenden Monate freuen kann. Wir wurden alle drei Tage von einem Guide begleitet, der zwar unsprünglich aus Deutschland war aber schon viele Jahre in London lebte. Obwohl ich schon einmal für fünf Tage in London war und die meisten Must-Sees schon gesehen hatte war es trotzdem wieder spannend, weil der Guide einfach auch vieles erzählen konnte, was ich noch nicht wusste.

Am ersten Tag sammelten wir uns alle am Flughafen, luden unser Zeug in der Herberge ab, fuhren mit dem London Eye und besuchten eine Rundfahrt mit dem Boot auf der Themse. Am Tag darauf sahen wir „Changing of the Guards“ und besuchten zuerst Wellington Arch, das Hard Rock Café, die Westminster Abbey und viele interessante Straßen/ Häuser (wie zum Beispiel die Downing Street). Mein persönliches Highlight war allerdings die viele Freizeit am Camden Market! Diesen Teil der Stadt finde ich einfach unglaublich interessant mit seinen vielen Vintage Läden…

An Tag drei war dann volles Durchpowern angesagt, weil wir nur noch bis 13 Uhr in der Stadt waren. In dieser Zeit sind wir aber die Regent Street, den Covent Garden, den Picadilly Circus, den Leicester Square, die National Gallary und Chinatown abgelaufen, bevor es wieder für alle nach Heathow ging. Dort wurden wir dann auf unsere englischen Organisationen aufgeteilt und mit denen sind wir dann per Bus zu unseren neuen Städten gefahren.

Salisbury

Während ich wartete, bis meine Gasteltern mich abholen konnten, sind auch meine zwei Gastgeschwister (ein Mädchen aus Italien und ein Junge aus Spanien) mit dem Taxi in Salisbury angekommen und wir konnten zusammen in das Haus einziehen.

Wir sind ziemlich schnell Freunde geworden und ich bin sehr froh, sie zu haben 😀

Zusammen hatten wir noch drei Tage um die Stadt zu erkunden, die Wege zu den Schulen zu finden, ein paar Sachen zu kaufen und uns besser kennenzulernen, bevor die Schule startete.

Schule

Fast allen Austauschschülern (mich miteingeschlossen), mit denen ich bis jetzt darüber geredet habe, war der Schulanfang enorm wichtig. Schließlich verbringen wir täglich sechs Stunden oder mehr dort, für viele ist sie der erste Ort, Freunde zu finden und für andere die erste Hürde mit ihrem Englisch, weil nicht mehr jeder darauf aufpasst, ob du auch alles verstehst. 

Für mich persönlich war der Schulstart allerdings kein großes Problem. Ich habe schnell Freundschaft mit einem Mädchen aus der Schweiz geschlossen, mit der ich jetzt auch jeden Freitag in einem Orchester spiele und ich liebe meine Fächer!

Da in die Sixth Form besuche, konnte ich drei bis vier Fächer wählen die ich die nächsten 10 Monate belege (britische Schüler könnten ihren A-level Abschluss dann in den gewählten Fächern machen). Ich habe mich für Musik, Mathe und EPQ entschieden.

Mathe

Eigentlich bin ich nicht wirklich gut in Mathematik, weshalb ich auch wirklich überlegt habe, ob ich einen Mathe-Kurs mit A-level Anforderungen überstehe. Allerdings muss ich in Deutschland mein Abitur darin machen und ich habe keine Lust, ein ganzes Jahr Mathe in den Sommerferien nachzulernen, weil ich dann sicherlich besseres zu tun habe (und ich will das Schuljahr nicht wiederholen). Bis jetzt haben wir in diesem Kurs nur Stoff wiederholt, den jeder britische Schüler (und auch jeder Austauschschüler) schon einmal durchgenommen hatte, deshalb waren die Stunden auch noch relativ einfach. Dies ist aber wirklich von Vorteil, denn mir persönlich hat es auch geholfen um die ganzen englischen Fachbegriffe zu lernen ohne sich besonders auf den Stoff konzentrieren zu müssen. Vor zwei Wochen haben wir angefangen, neues zu lernen und bis jetzt komm ich noch super mit… hoffentlich bleibt das so!

Musik

Von Musik hier bin ich immernoch komplett begeistert! Wir haben zwei verschiede Lehrer und sowohl theoretischen als auch praktischen Unterricht. Da ich in Deutschland auf ein musisches Gymnasium gehe kann ich keinen wirklichen Sprung in der Schwierigkeit oder Ähnlichem feststellen. Für mich sind die theoretischen Übungen (momentan größtenteils Transpositionsarbeit) ziemlich einfach aber es gibt durchaus Schüler, die damit doch etwas hapern. Am Ende des Jahres besteht unsere Abschlussprüfung aus drei Solostücken und drei Assamblestücken, die jeder Schüler bei einem Event vorführen muss. Dabei ist man aber völlig frei in der Wahl der Instrumente und Stücken, solange sie anspruchsvoll genug sind. Ich persönlich werde mir mein Vorspiel also aus Gesang, Klavier- und Cellomusik mixen.

Zusätzlich gibt es aber auch Stunden, die eher den elektronischen Bereich der Musik abdecken. Die letzten Wochen zum Beispiel haben wir über verschiedene Mikrofone gelernt und wie sie wann am besten für was geeignet sind. Dabei haben wir auch verschiedene Instrumente aufgenommen und alles ausprobiert, so dass es definitiv nicht langweilig wurde. Zusätzlich zu alledem helfen wir Sixth Form Musik Schüler auch noch alle zwei Wochen jüngeren Kindern dabei, ihr Spiel auf deren Instrumenten zu verbessern. Also ich für meinen Teil helfe vier Schülern Klavierspielen zu lernen, was wirklich Spaß macht 🙂

EPQ

In meinem letzten Fach, EPQ (Extended Project Qualification), habe ich nur zwei Stunden Unterricht in der Woche weil die Hauptarbeit hier aus Research besteht. Im Grunde arbeite ich hier für mich alleine und kann mir alles selbst einteilen, muss aber am um Ostern einen 5000 Wort Bericht über ein Thema meiner Wahl abgeben und einen Vortrag halten.

Freizeit

Obwohl die Schule noch nicht wirklich stressig ist, kann ich wirklich nich behaupten, dass mir oft langweilig sei. Das gute daran, mit vielen Austauschschülern befreundet zu sein, ist, dass auch sie so viel wie möglich erleben wollen und nicht nur zu Hause herumsitzen wollen. Deshalb kann man sich eigentlich fast jeden Tag mit anderen Leuten treffen und an Wochenenden zusammen Ausflüge machen. 

 

Falls ich über irgendetwas wichtiges vergessen habe zu schreiben, was euch interessiert, lasst es mich einfach wissen und ich werde es im nächsten Eintrag erwähnen 🙂

Fotos von Ausflügen gibt´s auf Instagram unter my_year_in_england (ja ich weiß, sehr kreativ :D)

Bis dann

eure Uli

 

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